Ein Ausstellungsprojekt in Kooperation mit Jungekunstfreunde und Bunker k101 in Köln
Konzeption | Kuration | Ausstellungsgestaltung | Installation
Inwiefern bestimmt die digitale Reizüberflutung unser Leben? Wir verweilen unter Gleichgesinnten und hören nur noch das, was wir hören wollen. Können wir uns dieser visuellen Informationsflut überhaupt noch entziehen und einen Resonanzraum für uns erschaffen? 
Der visuelle Nachklang macht es schier unmöglich zur Ruhe zu kommen. Claudia Stollenwerk und Miriam Keil entwerfen die Echokammer, als installative Interpretation ihrer gemeinsamen Masterarbeit, die innerhalb des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Hochschule Düsseldorf entstanden ist.

Echokammer
Claudia Stollenwerk & Miriam Keil
Installation: Einkanalprojektion, Objekt
2017

Fotos: © Nathan Ishar
72-Stunden Ausstellung
2017.11.03 20:15:31 UTC +1 – 2017.11.05 20:19:41 UTC+1 

Wir sind häufig Betrachter einer digitalen Welt, die mit Bits und Bytes ihr eigenes System bildet. Eine Welt, die aus Zahlen und Algorithmen besteht, kontrovers zur menschlichen Interaktion. Eine Welt, in der wir schon längst selbst leben, ohne es wirklich zu hinterfragen.
Und jetzt bist du hier. In der realen Welt abseits von den sozialen Netzwerken. Hier im Bunker aber hast du keinen Empfang. Schön, dass du daher mit eigenen Augen sehen wirst und nicht nur durch eine Linse. Die hier ausgestellten Werke gleichen einer gesellschaftlichen Momentaufnahme. Nur 72-Stunden lang sind sie zu sehen, danach wird etwas anderes seinen Platz im Bunker finden. Im Zeichen von Schnelllebigkeit und Austauschbarkeit steht nicht nur unsere heutige Gesellschaft, sondern auch der Titel der Ausstellung: Eine Momentaufnahme, die uns im vorderen Teil des Raumes mit uns selbst konfrontiert. 
Wie stellen wir uns dar? Wie definieren wir uns? Es geht um Identität und Selbstdarstellung, um Kommunikation und das Scheitern dessen in der modernen Welt. Schreiten wir weiter in den hinteren Teil des Raumes, so wird klar, dass Inszenierung nicht nur einer Öffentlichkeit, sondern auch Privatsphäre bedarf. Unsere Privatsphäre wird ausgedehnt, das Alltägliche in den sozialen Netzwerken öffentlich und damit surreal. Scheinbar geben wir uns preis, wobei das Äußere hier nur eine Hülle ist. Was ist echt, was nicht? Was zeigen wir und was sind wir? Die Ausstellung im Bunker k101 versucht diesen Zeitgeist der modernen Gesellschaft festzuhalten und zu verdeutlichen, was im alltäglichen Geschehen gar nicht mehr bewusst auffällt: Wir sind längst schon (un)gewollt Teil dieser Welt. Als Teil der Gesellschaft bist du Teil dieser Ausstellung und nicht nur als Betrachter – du wirst dargestellt.

Vom 3.11 bis zum 5.11.2017 stellten 16 lokale Künstler und Künstlerinnen im
Bunker k101 in Köln Ehrenfeld ihre Werke aus
.
Im Fokus stand dabei vor allem die Momenthaftigkeit unserer digitalen Gesellschaft.
Wir, ein kleines Teamjunger Kunsthistorikerinnen und Ausstellungdesignerinnen,
konzipierten und kuratierten zusammen mit jungekunstfreunde unsere 72-Ausstellung

Die Ausstellung zeigte Werke von:
Simon Baucks, Luzie Bayreuther, Raphael Brunk, Immanuel Esser & Philipp Künzli,
Isabella Fürnkäs, Jan Hoeft, Max Hoffmann, Steffen Jopp, Andy Kassier,
Miriam Keil & Claudia Stollenwerk, Daniel Kiss, Fabian Kuntzsch, Alwin Lay,
Esteban Sánchez, Laura Schawelka, Morgaine Schäfer.
Mit Performances von Clemens Baldszun und Charlotte Triebus.

Back to Top