Am 9. Februar 2022 erscheint „Echokammer – Soziale Kommunikation unserer digitalen Gesellschaft" im fantastischen Büchner-Verlag! Es kann ab sofort in jeder Buchhandlung
oder direkt beim Verlag bestellt werden
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»Echokammer«
Eine Masterarbeit über das digitale Zeitalter 

Die Digitalisierung steht für Erweiterung, neue Möglichkeiten und Freiheit. Doch sie hat auch ihre Schattenseiten. Wir leben heute in einer digitalen Welt, in der Online und Offline immer mehr miteinander verschmelzen. Was zunächst erstmal nichts Schlechtes heißen muss. Wir können von überall und jederzeit mit jeder Person in Kontakt treten. Das Internet und die sozialen Medien erweitern also die Räume der Kommunikation. Doch sie verändern auch unsere Identität und unser Verhalten.
Wir wollen dazu gehören, aber trotzdem aus der Masse stechen. Wir wollen frei sein, dabei schränken uns aber Rollenerwartungen ein. Wir wollen individuell und besonders sein, doch letztendlich sind wir alle gleich. Unser Leben steht und fällt mit der Selbstdarstellung und -optimierung. Wir definieren uns über Likes und die Anzahl der Freunde in sozialen Netzwerken. Wir drehen uns nur noch um uns selbst. Wir neigen dazu, nur das zu hören, was wir hören wollen und uns nur den Informationen auszusetzen, die unserer Meinung entsprechen.
Dabei bleibt der soziale Austausch völlig auf der Strecke und wir entfernen uns voneinander. Wir zirkulieren zunehmend in homogenen Kreisen, anstatt den Informationsaustausch zwischen verschiedenen Gruppen zu suchen. Wenn die Informationen, die wir erhalten regelmäßig nur auf unsere Präferenzen ausgerichtet werden, wird uns die Möglichkeit genommen, eine Meinungsvielfalt gespiegelt zu bekommen. Erst durch Meinungsvielfalt entsteht jedoch eine gesunde Gesellschaft. Dieses Phänomen der gesellschaftlichen Entfremdung und wachsenden Ichbezogenheit, nennt sich Filterblase oder auch Echokammer. Filterblasen haben negative Auswirkungen auf persön licher, kultureller und vor allem auf gesellschaftlicher Ebene, wenn ein Großteil der Menschen unbewusst beginnt ein Leben in der Filterblase zu führen. Dieses Problem hat sich durch die fortschreitende Digitalisierung erheblich verstärkt und es liegt in unserer Verantwortung wie wir zukünftig damit umgehen werden.

Digitalization stands for expansion, new opportunities and liberty. But it still has its downsides. Today we are living in a digitalized world, where online and offline are merging together more and more. However this does not necessarily mean anything negative. We are able to get in touch with people anytime, anywhere. The internet and social media are extending the areas of communication. But they are also changing our identity and behavior. 
We want to be included but stand out of the mass at the same time. We want to be free, but role expectation are restricting us. We want to be individual and special, but in the end we are all the same. Our life depends on self-portrayal and self-optimization. We define ourselves by likes and the number of friends on social networks. We are only worried about ourselves. We tend to only hear what we want to hear and to only expose ourselves to the type of information that correlates with our opinion.
As a result social interaction is completely left behind as we are drifting further apart from one another. We are increasingly circulating within homogeneous spheres, instead of seeking an exchange of information between different groups. If information that is being presented to us is only aligned with our preferences, the chance of getting to know a plurality of opinions is being taken away from us. A healthy society only exists through plurality of opinions. This phenomenon of social estrangement and growing selfcenteredness is called filter bubble or echo chamber. Filter bubbles have a negative impact on a personal, cultural and most of all on a societal level, if a majority of mankind is unconsciously beginning to live a life inside the filter bubble. This problem has intensified significantly through the advancing digitalization and it is our responsibility to handle this properly in the future.
SS 2017 | Masterarbeit | Hochschule Düsseldorf
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